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Der Excimer-LaserDer Excimer-Laser ist ein Kaltlichtlaser, der im ultravioletten Lichtbereich (UV) bei einer Wellenlänge von 193 nm (Nanometer, milliardstel Meter) arbeitet. Durch Verdampfung werden kleinste Teile der Hornhaut berührungsfrei abgetragen. Damit wird die Hornhaut-Brechkraft verändert und ein vorhandener Sehfehler bleibend korrigiert. Der Laser arbeitet computergesteuert. Das Zentrum der Hornhaut ist ca. 500 bis 600 µm dick (500 Mikrometer = 0,5 Millimeter). Vor der Laserkorrektur wird mit einem Spezialinstrument (Mikrokeratom) eine 160 bis 180 µm dicke Lamelle (engl. flap) eingeschnitten und aufgeklappt. Für die Laserkorrektur wird maximal soviel Gewebe abgetragen, dass die Restdicke der Hornhaut unter dem Flap 250 µm nicht unterschreitet. Damit bleibt die Stabilität des Auges gewährleistet. Moderne Laser sind Flying-Spot-Laser und mit einem präzise arbeitenden Strahlenführungssystem ausgestattet. Ein Blickverfolgungssystem (Eye Tracking System) stellt sicher, dass der Laser auch bei kleinsten Bewegungen des menschlichen Auges zielgenau auf die Stelle trifft, die abgetragen werden soll. Der Laser ist mit einer Kamera verbunden, die computergesteuert über einen in alle Richtungen beweglichen Spiegel den Bewegungen des Auges folgt. Bei einer Abweichung von mehr als einem Millimeter unterbricht der Laser aus Sicherheitsgründen automatisch die Behandlung. Der Augenchirurg kann durch sein Stereomikroskop den korrekten Ablauf der Behandlung verfolgen und kann jederzeit ohne Beeinträchtigung die Behandlung unterbrechen oder auch weiterführen. Die Erfahrungen mit dem Excimer-Laser gehen bis 1983 zurück. Seitdem wurde die Excimer-Laser-Chirurgie an den Universitätskliniken in den USA, England und Deutschland zur heutigen Präzision weiterentwickelt. Heute wird der Excimer-Laser wird bei der PRK/LASEK/Epi-LASIK, der traditionellen LASIK und auch der Femto-LASIK eingesetzt. Neben der Korrektur von Sehfehlern kommt der Excimer-Laser auch bei der Beseitigung oberflächlicher Hornhautveränderungen oder Narben, die das Sehen beeinträchtigen, zum Einsatz (PTK, Phototherapeutische Keratektomie). |
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