![]() |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|||
|
|
||||||||||||||
alz MitteilungenStellungnahme des VSDAR "Gefährliche Augenoperationen" Der Beitrag soll untermauert werden durch Studien aus den USA, die belegen würden, das 18% aller behandelten Patienten eine Zweitoperation bräuchten, in 27% der Fälle würden die behandelten Patienten auch nach der Behandlung eine Brille tragen müssen und in 30% der Fälle seien die Patienten durch erhebliche Nachtsehstörungen und Blendung geschädigt. Schließlich wird moniert, das im wettbewerbsbedingten Werbefeldzug der Augenlaserzentren in Hochglanzbroschüren nicht zu haltende Erwartungen geweckt würden und nicht ausreichend über die Risiken der Behandlung informiert würde. Hierzu gibt es aus unserer Sicht folgendes zu sagen. Zu den Fakten: Wir gehen davon aus, dass die in der Monitorsendung zitierten Studien
die Langzeitergebnisse von Behandlungen aus der Mitte der 90er Jahre bis
etwa Ende der 90er Jahre reflektieren. In Hinblick auf die beschriebenen Nachtsehstörungen, ist festzuhalten, dass diese Art von Nebenwirkung heute tatsächlich als historisch anzusehen ist. Die Einführung der Wellenfrontdiagnostik und die Möglichkeit der individualisierten, segmentellen Ablation bei der Hornhautmodellierung haben sogar dazu beigetragen, dass sich heute in einer Vielzahl von Fällen die Sehleistung verbessern lässt. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, dass es sich für den jungen Familienvater, der in der Monitorsendung vorgestellt wurde, vielleicht gelohnt hätte, sich einer solchen Wellenfrontdiagnostik und Nachbehandlung zu unterziehen. Aber der Professor hatte ihm leider abgeraten. Schließlich der Physiologe (von der Augenoptikerschule in Köln),
der in dem Beitrag darauf hinwies, dass auch nach 10 Jahren Augenlaserbehandlung
mit eventuellen Spätschäden zu rechnen sei. Die Ausdünnung
der Hornhaut durch den Laser würde möglicherweise dazu beitragen,
dass es zu einer krankhaften „Ausbeulung“ kommen könne,
die dann im Endstadium die Hornhautverpflanzung notwendig machen könne.
Nun, beruhigend sind solche „Expertenaussagen“ für bereits
behandelte Patienten gerade nicht. Wenn es nun um die Betrachtung der Langzeiterfahrung bei der LASIK oder der PRK geht, so sei folgendes angemerkt. Bereits in den frühen 60er Jahren wurde die Keratomileusis in Situ in großer Zahl durchgeführt. Prinzipiell ähnlich wie bei der LASIK wurde hier ein - allerdings noch dickerer - Hornhautlentikel entfernt und in gefrorenem Zustand unter einer Präzisionsfräse zu gewünschter optischer Wirkung gebracht. Hiernach wurde der Lentikel wieder auf die Hornhaut aufgenäht. Bei der modernen LASIK nun ist die Lamelle erheblich dünner, diese wird nicht ganz abgetrennt und schließlich erfolgt die Formung der optischen Wirkung nicht mit einer Fräse sondern mit einem Laser. Prinzipiell sind die Laser In Situ Keratomileusis (LASIK) und die Keratomileusis in Situ aber gleichartige Verfahrenstechniken und daher ist es auch gerechtfertigt in Bezug auf den Ausschluss eines „Ausbeulungsrisikos“ von einer über 40-jährigen Erfahrung zu sprechen. Es gibt kein chirurgisches Verfahren, das nicht auch mit Risiken behaftet ist. Das gilt auch für die Augenlaserbehandlungen. Weltweit über 50 Millionen Behandlungen sprechen aber eine eigene Sprache. Die Erfolgsrate der Augenlasertechnik ist heute überzeugend. Vorausgesetzt es wird nach den Regeln der ärztlichen Kunst unter Verwendung moderner Lasertechnologie der 3. und 4. Generation behandelt. Im Bereich von +3 bis –7 Dioptrien, so belegen es die Ergebnisse der VSDAR-Kliniken, liegt die Erfolgsrate bei 90% der Patienten, die innerhalb von +/- 0,5 Dioptrien landen. Die Quote der notwendigen Nachbehandlungen innerhalb des ersten Jahres liegt bei 6%. Dies wird aber auch mit den Patienten besprochen und stellt im eigentlichen Sinne keine Komplikation dar. Über Nachtsehstörungen klagen die Patienten heute nur noch in den ersten Wochen und Monaten nach der Behandlung, bedingt durch Wundheilungsprozesse. Optimierte asphärische Profile tragen dazu bei, dass das Nachtsehen heute langfristig sogar verbessert werden kann. Wenn nun Patienten dennoch über Probleme klagen, insbesondere über solche die in der Vergangenheit entstanden sind, so empfehlen wir nachdrücklich die Konsultation von Experten auf dem Gebiet. Noch hat es in den allermeisten Fällen am Ende doch eine Lösung für ein beschriebenes Problem gegeben. Wir wünschen Ihnen das Beste für Ihre Augen, Dr. med. Omid Kermani |
|||||||||||||||
|
|