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Aktuelle Mitteilungen aus unserer Klinik


Stellungnahme von Prof. Dr. med. Thomas Neuhann zum MONITOR Beitrag vom 09.10.2003

Monitor: Gefährliche Augenoperationen…. Die Sendung ist in aller Munde

München, 15. Oktober 2003

Sie wollen wissen, was wir davon halten?
Wir sind von der Sendung und der Qualität der journalistischen Recherche zur Sendung und ihrer Aufmachung enttäuscht – von MONITOR hatten wir etwas Besseres erwartet. Hier unsere hauptsächlichen Kritikpunkte – ohne dass sie erschöpfend wären.

Wie jede Operation hat auch die Laseroperation der Fehlsichtigkeit ihre Risiken. Jeder ordentliche Arzt bespricht sie gewissenhaft mit dem Patienten auf seinen individuellen Fall bezogen. Die Sendung erweckt dagegen den Eindruck, solche Laser-Operationen seien generell von unverantwortlich hohem Risiko. Sie erweckt weiter den Eindruck, „die Augenärzte“ verharmlosten generell die bestehenden Risiken in unverantwortlicher Weise, um die Patienten in hellen Scharen für teures Geld ins Verderben und die funktionelle Blindheit zu locken.

Richtig ist, dass solche Operationen nicht für jedermann sind, dass nicht jeder Arzt, der sie durchführt, sie auch tatsächlich beherrscht und seine Patienten gewissenhaft informiert, dass nicht jedes Ergebnis auf Anhieb ja nicht einmal immer schlussendlich perfekt ist und / oder den Hoffnungen und Erwartungen entspricht, und richtig ist auch, dass nicht jede unerfüllte Erwartung ein schlechtes Operationsergebnis bedeutet. Richtig ist aber auch, dass vielen 100.000 begeisterten und wirklich glücklichen Patienten nur wenige gegenüber stehen, die aus welchem Grund auch immer mit der Behandlung nicht zufrieden sind. Um das zu erkennen braucht man sich nur einmal das Monitor Forum selbst anzusehen.

Die Sendung ist ein besonders unerfreuliches Beispiel dafür, dass auf der Basis höchst oberflächlicher und schlechter Recherche, letztlich eines einzigen, nicht näher spezifizierten Einzelfalls, Stellungnahmen von Fachleuten, die im Wesentlichen in schulterzuckenden Gemeinsätzen bestehen ("man weiß ja noch nicht, was in 35 Jahren sein wird...") und schließlich der bekannten aber darum um nichts weniger ärgerlichen journalistischen Technik fetziger Formulierungen ("Glanzpapierprospekte", "so sieht er halt aus, der angepriesene Wettbewerb", etc.) eine weit reichende generalisierte Bewertung heraus destilliert wird. Das ist nicht informierender Enthüllungs-Journalismus, sondern verdummender Vulgär-Sensations-Journalismus.

Was den verantwortungsvollen und um eine inhaltlich gute Information besorgten Augenchirurgen verdrießt ist, dass die vorgebrachte Kritik undifferenziert und wegen ihrer inhaltlich miserablen Recherche mühelos entlarvbar ist, dass dagegen was wirklich kritisierbar und bedenkenswert ist, in dem Beitrag gerade nicht enthalten ist.

Sollten Sie genaueres wissen möchten, können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen. Senden Sie einfach eine Email an info@gutsehen.de oder schreiben uns an: alz augenklinik münchen, Bayerstrasse 3, 80339 München, Stichwort: Monitor


Hochachtungsvoll
Prof. Dr. med. Thomas Neuhann
alz augenklinik münchen*

PS:
Professor Neuhann ist übrigens selbst Brillenträger, das liegt aber nicht daran, dass er dem LASIK Verfahren nicht traut, sonst hätte er nicht seiner eigenen Tochter damit die Kurzsichtigkeit genommen, sondern daran dass er als alterssichtiger Augenchirurg in der Nähe ohne Brille wunderbar operieren kann; für die Ferne ihn aber seine Brille nie gestört hat und auch nicht stört. Seine beiden kleineren Kinder scharren schon mit den Hufen, dass sie endlich alt genug für die LASIK Operation durch ihren Vater sind, während seine älteste Tochter mit den Kontaktlinsen so gut zurecht kommt, dass sie kein Interesse an einer LASIK hat. - Die Augenärzte, welche sich von Herrn Professor Neuhann operieren haben lassen, haben das verstanden.