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    Das LASIK-TÜV Gütesiegel

     
   
   
 

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Aktuelle Mitteilungen aus unserer Klinik


Q & A´s zum LASIK-TÜV

Prof. Dr. med. Thomas Neuhann, Ärztlicher Leiter
Dr. med. Babara Lege
Dr. med. Markus Bauer
Jörg M. Hassel, Geschäftsführer der alz augenklinik münchen

Warum wurde der LASIK-TÜV eingeführt?
Was sind die Hintergründe?

Prof. Thomas Neuhann: „Sicherheit und bestmögliche Qualität einer LASIK-Behandlung, dies wünscht sich jeder Patient. Für alle, die sich für eine operative Korrektur von Fehlsichtigkeiten interessieren, ist es  jedoch zunehmend schwierig geworden, sich im Dschungel der Angebote und Versprechungen zu orientieren. Eine objektive Nachweisbarkeit der Ergebnisqualität ist dabei von größter Bedeutung. Das Dienstleistungssiegel „LASIK-TÜV“ wird nun jedem Patienten den Weg zu den zertifizierten Kliniken weisen, die sich freiwillig den strengen Anforderungen unterwerfen und deren Einhaltung objektiv von einem externen Zertifizierer überprüfen lassen.“

Was hat dies überhaupt mit dem TÜV zu tun, wer ist federführend, wie ist dies entstanden?

Prof. Thomas Neuhann: „Der LASIK TÜV ist eine Initiative des VSDAR. (Verband der Spezialkliniken für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V.). Er ist eine Initiative zum Nachweis besonders hoher Qualitätsstandards für refraktiv chirurgische Zentren, soweit sich solcher Nachweis objektiv fundiert erbringen und zertifizieren lässt. Die Anforderungen gehen deutlich über das bisher im Berufsverband der Augenärzte (BVA) konzentrierbare Ausmaß hinaus. Wir betrachten sie als Beitrag zum ophthalmologischen Qualitätsstandort Deutschland. Die Zertifizierung steht jedermann offen - entscheidend ist die Erfüllung der Kriterien.

Hintergrund:
Das Dienstleistungssiegel „LASIK TÜV“ wurde vom Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. (VSDAR) Mitte 2004 initiiert und seit dem vom TÜV SÜD Management Service gemeinsam mit der Kommission für Refraktive Chirurgie (KRC), dem Arbeitskreis Ophthalmochirurgie des Berufsverbandes der Augenärzte und dem Bund Deutscher Augenchirurgen (BDOC) erarbeitet. Basierend auf Gutachten von Herrn Prof. Daschner vom BZH in Freibug, zur erforderlichen Hygiene und von Herrn Prof. Knorz von der Universitätsaugenklinik in Mannheim, zur LASIK Behandlung und deren Ergebnisqualität unter Hinzunahme der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und den auf den KRC Richtlinien basierenden Vorgaben für Dokumentation und Geräteeinsatz durch den VSDAR ist dieses Dienstleistungssiegel entstanden. Der „LASIK-TÜV“ nimmt eine Vorreiterrolle in der objektiven Bewertung medizinischer Leistungen ein. Die alz augenklinik münchen diente als Referenzklinik für das aufwendige Zertifizierungsverfahren. Im Vordergrund dieses Dienstleistungssiegels steht vor allem und wegweisend die Ergebnisqualität.“

Ist das nicht nur ein Marketing - Gag?

Jörg M. Hassel: „Wenn der Nachweis und die Dokumentation von Ergebnisqualität als „Marketing-Gag“ bezeichnet wird, dann haben wir von der alz augenklinik münchen keinen Einwand gegen diese Definition.
Aber – Spaß beiseite: Nur wer Qualitätssicherung tatsächlich betreibt, dokumentiert und auch seine Patienten fragt, was sie von seiner Arbeit halten, wird für den LASIK-TÜV in Frage kommen. Das ist sicher eine Selektion, aber sicher eine im Sinne des Patienten. Mit anderen Worten: Wenn Marketing mit harten, nachprüfbaren und extern validierten Daten betrieben wird, ist, wie wir meinen, gegen so verstandenes Marketing nichts wirklich vernünftiges einzuwenden. Es ist ja gerade unser Bestreben, „Marketing“, wenn es denn schon sein soll, weg von der Marktschreierei und hin zur nachprüfbaren Qualitätsinformation, zu führen.“

Gibt es Zugangsbeschränkungen?
Kann eine Klinik zur TÜV-Zertifizierung abgewiesen werden?

Prof. Thomas Neuhann: „Jede Augenklinik, privat oder öffentlich kann den LASIK-TÜV beantragen. Abgewiesen wird nur, wer die Voraussetzungen nicht erfüllt, d.h. keine Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 vorweisen kann. Natürlich gibt es die Möglichkeit einer Kombinationszertifizierung. Dafür ist der Aufwand verständlicherweise höher. Da es in Deutschland aber keine ernst zu nehmende LASIK Klinik mehr gibt (geben sollte), die nicht nach ISO9001 zertifiziert ist, ist das rein hypothetisch.

Viel wichtiger ist aber, dass auch die Ärzte ihre Erfahrung nachweisen müssen. Ist kein Arzt vorhanden, der in den letzten 5 Jahren 1000 LASIK Behandlungen durchgeführt hat, ist keine Zertifizierung nach dem LASIK TÜV möglich.“

Was bedeutet der LASIK-TÜV für den Patienten?

Prof. Thomas Neuhann: „Sicherheit! Sicherheit, die nicht behauptet, sondern nachgewiesen wird. Einen Nachweis, der nachprüfbar ist. Sicherheit, dass hier Operateure am Werk sind, die Erfahrung haben, die Diagnose und Behandlungsgeräte auf dem aktuellen Stand der Technik sind, die Diagnose und Behandlungsprozesse den Vorgaben der KRC Richtlinien entsprechen, das Personal regelmäßig weitergebildet (und dies auch dokumentiert) wird, die Hygienerichtlinien eingehalten werden, der OP auch noch funktioniert, wenn der Strom ausfällt, und die Patienten nachweislich gefragt werden, ob sie mit der
prä-, intra- und postoperativen Betreuung sowie mit dem Behandlungsergebnis zufrieden sind und ihre Antworten nicht nach „Gefallen“ selektiert  werden.“

Welche Bedeutung hat der LASIK-TÜV vor dem Hintergrund der Billiganbieter im Ausland?

Dr. Markus Bauer, alz augenklinik münchen: „Der LASIK TÜV gibt  den Patienten die Sicherheit, die sie in Deutschland erwarten dürfen! Das Problem ist nicht, dass im Ausland schlechtere Operateure am Werk sind oder diese keine Erfahrung hätten – das Problem ist, dass ein Operateur seinem Patienten immer nur den Standard schuldet, der in seinem Land üblich ist.“

Bedeutet eine Einführung eines LASIK-TÜV´s, dass es mit der Refraktiven Chirurgie im Allgemeinen nicht zum Besten steht? - ist eine Augenoperation gefährlich?

Dr. Barbara Lege: „Es zeigt vielmehr, dass die refraktive Chirurgie auf immer weiter auseinanderklaffenden Qualitätsniveaus angeboten wird. Es zeigt vor allem, dass die Chirurgen die Bedenken ihrer Patienten ernst nehmen und verstehen, was sie ihnen schulden: Eine Behandlung nach dem bestmöglichen Qualitätsniveau. Dies bedeutet aber auch, dass sie dies in der redlichen Beratung der Patienten nicht nur behaupten, sondern auch objektiv nachprüfbar beweisen.
Nie war die LASIK Operation in ihrem Top-Standard so sicher wie heute. Die Symbiose von chirurgischer Erfahrung einerseits und die Entwicklung von neuen Geräten andererseits hat heute in den führenden LASIK-Kliniken dazu geführt, dass Komplikationen, welche die optimale postoperative Sehfähigkeit beeinträchtigen auf weniger als einen unter tausend Fällen reduziert sind. In den letzten 5 Jahren hat sich viel bewegt. Der LASIK TÜV wird den Weg weisen zu den Zentren, die dieser Entwicklung gefolgt sind.

Wie wird genau die medizinische Qualität geprüft?

Prof. Thomas Neuhann: Der Berufsverband der Augenärzte (BVA) und die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) haben gemeinsam eine paritätisch besetzte Kommission gebildet: die Kommission Refraktive Chirurgie (KRC). Diese Kommission hat die wissenschaftlichen Grundlagen für den LASIK- TÜV geliefert und schlägt in Abstimmung mit dem Bund Deutscher Ophthalmochirurgen (BDOC), der eng mit dem augenärztlichen Berufsverband zusammenarbeitet, dem TÜV-SÜD Gutachter vor, die allesamt selbst die Kriterien eines zertifizieren LASIK TÜV Arztes erfüllen. Der TÜV-Süd wählt dann aus diesem „Pool“ Ärzte aus, welche die medizinische Begutachtung einer LASIK Klinik im „Vier-Augen-Prinzip“ durchführen. Dies bedeutet, dass ein Gutachter als Auditor vor Ort die Ergebnisqualität, die Op-Abläufe, die Gerätschaften und das ärztliche Know How unter die Lupe nimmt. Und ein zweiter medizinischer Auditor die  Ergebnisse der Begehung (ohne vor Ort gewesen zu sein) auf prinzipielle Validität überprüft. Dies ist heute die zuverlässigste Methode medizinische Leistungen zu zertifizieren.

Wie oft wird nachkontrolliert- wie ist die Kontinuität der Qualität gewährleistet?

Prof. Thomas Neuhann: Wie bei der EN ISO 9001:2000 wird jährlich ein Überprüfungs-Audit fällig und alle 3 Jahre insgesamt  rezertifiziert. Die medizinischen und hygienischen Voraussetzungen des LASIK TÜV werden alle zwei Jahre durch die KRC und ein Hygieneinstitut auf wissenschaftliche Gültigkeit und Aktualität überprüft.

Wie lange dauert das Verfahren?

Prof. Thomas Neuhann: Das hängt ganz alleine von der individuellen Vorbereitung der Zertifizierung ab. Je mehr Qualitätssicherung gelebt wird, desto kürzer ist das Verfahren. Die Zertifizierung selber dauert nur zwei Tage. Die Vorbereitung – je nach Stand – zwei Wochen bis zwölf Monate.

Durch welche Gremien/Institute wurden die Standards erarbeitet?
 
Prof. Thomas Neuhann: Initiiert wurde der LASIK TÜV 2004 vom VSDAR unter der Präsidentschaft von Herrn Dr. Joern Joergensen aus Hamburg. Wir haben seinerzeit ein Basiskonzept entwickelt, dass wir dann dem TÜV SÜD in München vorgelegt haben, die darin eine Weiterentwicklung der Dienstleistungssiegel in Richtung Ergebnisqualität entdeckt und gemeinsam mit uns dieses Dienstleistungssiegel entwickelt haben. Zur Absicherung haben wir gemeinsam zwei Gutachten in Auftrag gegeben: Das eine zur LASIK-Hygiene beim BZH in Freiburg unter der Leitung von Herrn Prof. Daschner und das andere durch die KRC für den wissenschaftlich fundierten „State of the Art“ durch Herrn Professor Knorz von der Universitätsaugenklinik in Mannheim. Basierend auf diesen Gutachten und den Vorgaben des VSDAR wurde der Fragenkatalog für den LASIK TÜV entwickelt. Überprüft werden die Voraussetzungen alle zwei Jahre durch die KRC und ein Hygieneinstitut (z.B. BZH).

Betrifft das TÜV-Zertifikat nur die LASIK oder auch andere OP-Methoden?

Prof. Thomas Neuhann: „Mit dem LASIK TÜV Ist ein erster Meilenstein auf dem Weg zum medizinischen Qualitätsstandort Deutschland gesetzt worden. Wir haben mit der LASIK-Operation begonnen, weil hier nach unserer Einschätzung besonders hoher Bedarf besteht und weil sich dieses Verfahren besonders dafür eignet, Qualität an harten Kriterien zu überprüfen. Ein Meilenstein deshalb, weil erstmals ein Verfahren definiert worden ist und auch tatsächlich durchgeführt wird, mit welchem sich Qualität medizinischer und ärztlicher Leistung  messen und beweisen lässt. Wir tun dies aus der  anerkannten und angenommenen Verantwortung heraus, dass wir unseren Patienten schuldig sind, höchst mögliche Qualität nicht nur zu behaupten, sondern auch  unabhängig überprüfbar zu beweisen. Und vielleicht können wir schließlich damit der Gesundheitspolitik sogar ein konkretes und realisiertes Beispiel dafür vorlegen, dass man sich am besten an Ärzte wendet, wenn es darum geht, wie man erstklassige Medizin definiert, durchführt und beweist. So könnte unsere Initiative schließlich sogar auch ein wesentlicher Beitrag dazu werden, in welche Richtung die gegenwärtige gesundheitspolitische Grundsatz-Weichenstellung gehen sollte.“

Pressekontakt
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Nikolaus Eisenblätter
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