Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Mögliche Risiken und Komplikationen
Mit welchen Risiken muss ich rechnen? Was muss ich beachten?
Das Risiko, nach einer LASIK-Operation schlechter zu sehen als
vorher,
ist sehr gering. Wie bei jedem medizinischen Eingriff ist ein Restrisiko
aber nie ganz auszuschließen.
Zur Veranschaulichung:
Bei der LASIK z.B. liegt diese Komplikationsrate unter 1%. Über Ihr individuelles
Risiko informieren wir Sie im Beratungsgespräch. In der Regel sind
unsere Patienten mit ihrer Behandlung mehr als zufrieden:
Endlich kommen sie im täglichen Leben ohne Sehhilfe zurecht. Aber
wir fühlen uns verpflichtet, jeden einzelnen Patienten vor einer
Operation über mögliche Komplikationen zu informieren.
Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist die strikte
Befolgung aller Arztanweisungen, die gewissenhafte Verwendung der verabreichten
Medikamente und Augentropfen und nicht zuletzt Ihre engagierte Mitarbeit.
Sie erhalten von uns ein "ALZ-Post-OP-Set" (alz ist wie eine Marke/Logo anzusehen), welches alle notwendigen
Utensilien enthält: Eine Sonnenbrille gegen anfänglich mögliche
erhöhte Blendung, Schmerztabletten für die erste Nacht - falls
notwendig -, ein entzündungs- und infektionshemmendes Kombinationspräparat
in Form von Augentropfen für die erste Woche, sowie eine Erläuterungskarte
mit den entsprechenden Anweisungen.
Durch die Operation kann es zu Rötungen des Auges oder zu verstärkter
Tränensekretion am Tag des Eingriffes kommen. Machen Sie sich deshalb
keine Sorgen, das ist normal.
Nicht auftreten sollten starke Schmerzen oder das Gefühl,
dass sich etwas verschoben hat (plötzliche Sehverschlechterung).
In diesem Fall sollten Sie umgehend unsere medizinische Hotline anrufen
und den Anweisungen des Arztes folgen. Die Notfall-Nummer finden Sie auf
der Erläuterungskarte im alz-Post-OP-Set oder in Ihrem Scheckheft.
Zu möglichen Komplikationen (die wie oben beschrieben bei unter
1% der LASIK-Patienten auftreten) zählen:
Flap-Komplikationen
Über- oder Unterkorrekturen
Dezentrierung
Epitheleinwanderung
Augeninfektion
Halos und Blendung
Trockenes Auge
Seltenste Komplikationen
Flap-Komplikationen
Damit das Ergebnis der Operation stimmt, haben sich international einige
LASIK-Grundregeln durchgesetzt. Sie betreffen die Dicke des Hornhautscheibchens
(160-180 Mikrometer), die Restdicke des im Stromabett verbleibenden Gewebes
(250 Mikrometer) und die Größe der Behandlungszone (6,0 bis
6,5 Millimeter). Wir berücksichtigen diese Regeln ohne Einschränkung.
Seit dem Einsatz des Femtosekundenlasers wurden Flap-bedingte Komplikationen
vollständig eliminiert. Damit ist die Femto-LASIK noch sicherer als
die traditionelle LASIK. Mehr...
Falls es bei der traditionellen LASIK beim Einschneiden des Hornhautscheibchens
mit dem Mikrokeratom zu unregelmäßigen oder unvollständigen
Schnitten kommt, wird die Behandlung abgebrochen und kann nach ca. 6 Monaten
wiederholt werden. Wenn das Hornhautscheibchen hingegen ganz abgetrennt
wird, kann die Laserbehandlung trotzdem durchgeführt werden: Das
Scheibchen wird vor der Operation markiert und kann dann ohne weitere
Schwierigkeiten wieder exakt positioniert werden. Sie erhalten dann eine
therapeutische Kontaktlinse zum Schutz gegen Verrutschen.
Über- oder Unterkorrekturen
In einigen Fällen kann es zu Über- oder Unterkorrekturen
in der Größenordnung von ca. 10 - 20% der gewünschten
Korrektur kommen. Meist ist dies auf individuelle Schwankungen der Gewebebeschaffenheit
oder der Heilungsvorgänge zurückzuführen. Es kann eine
Nachkorrektur erforderlich werden, die ca. 6 Monate nach der Operation
durchgeführt wird.
Dezentrierung
In seltenen Fällen kann es auch zur Dezentrierung der Behandlungszone
kommen, was dann ebenfalls einer Nachkorrektur bedarf.
Epitheleinwanderung
Eine Epitheleinwanderung haben wir - seitdem wir den Femtosekundenlaser
einsetzten - nicht mehr beobachtet.
Bei Verwendung eines Mikrokeratoms kann es in der ersten Zeit nach der
Operation passieren, dass Zellen der Hornhautdeckschicht (Epithel) zwischen
Hornhautlamelle (engl. "flap") und Stroma einwachsen. Falls
dadurch eine Sehbeeinträchtigung entsteht, wird die Hornhautlamelle
nochmals angehoben und diese Epithel-Zellen werden entfernt.
Augeninfektion
Um einer schweren Entzündung oder einer Augeninfektion vorzubeugen,
werden Ihnen während und nach der Operation antibiotische Augentropfen
verabreicht. Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Ihr Auge
entzünden oder Sie deutlich Schmerzen haben, melden Sie sich bitte
umgehend bei unserer medizinischen Hotline und befolgen Sie die Anweisungen
des Arztes. (Die Telefonnummer erhalten Sie mit Ihren Unterlagen).
Halos und Blendung
Bei einigen Patienten treten nach einer LASIK-Behandlung Blendungserscheinungen
oder Lichthöfe (Halos) um Lampen auf. Dies ist heilungsbedingt und
verliert sich nach wenigen Wochen. Selten ist eine Nachkorrektur erforderlich,
um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.
Trockenes Auge
In der ersten Zeit nach der einer LASIK Behandlung ist die Sensibilität
der Hornhaut reduziert. Das kann zu einer geringeren Tränenproduktion
führen (trockenes Auge). Man empfindet dies als verstärktes
Fremdkörpergefühl. Dagegen helfen Tränenersatzmittel. Proben
von solchen Tränenersatzmitteln finden Sie in Ihrem alz-Post-OP-Set,
das jeder Patient von uns erhält.
Seltenste Komplikationen
Noch seltener (statistisch weniger als 0,1%) kann es zu Komplikationen
kommen, so dass der Patient nach der Operation schlechter sehen würde
als zuvor. Dann könnte zur Behebung dieses Zustandes eine Hornhauttransplantation
notwendig werden.
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